DAS KFW EFFIZIENZHAUS 55 IM NEUBAU

KfW Effizienzhaus 55 - Definition :

Als KfW Effizienzhaus55 werden Häuser bezeichnet welche nachweislich eine um mindestens 45% bessere energetische Effizienz aufweisen als dies der Gesetzgeber in der EnEV fordert. Es benötigt im Vergleich zu einem Neubau also 45% weniger Energie für Heizung und Warmwasser.

Maßstab ist dabei das KfW Effizienzhaus 100 welches über die Kriterien der Energieeinsparverordnung anhand eines Referenzgebäudes berechnet wird. Das KfW Effizienzhaus 55 darf davon nur 55% der Energie verbrauchen. Daraus ergibt sich die Bezeichnung KfW Effizienzhaus 55 der KfW Bankengruppe für diesen förderfähigen Energiestandard.

KfW Effizienzhaus 55 - Anforderungen

Jedes Effizienzhaus 55 wird mit einem exakt baugleichen Referenzgebäude verglichen. Somit ergeben sich für den Jahresprimärenergiebedarf (QP) und den spezifischen Transmissionswärmeverlust (HT') für jedes Haus unterschiedliche Werte, welche individuell anhand des Referenzgebäudes nach Tabelle 1 der Anlage 1 der EnEV berechnet werden müssen.

Ein KfW-Effizienzhaus 55 darf den Jahres-Primärenergiebedarf (QP) von höchstens 55% und einen Transmissionswärmeverlust (H'T von höchstens 70% des vergleichbaren Referenzgebäudes nicht überschreiten.

KfW Effizienzhaus 55 - Ausführung als Massivhaus

Voraussetzung für den Bau eines Effizienzhaus 55 in Massivbauweise ist - wie bei jedem Haus in Holzbauweise auch - eine optimierte und gut gedämmte Gebäudehülle. Dabei muss die Gebäudehülle in ihrer Abgrenzung zur Außenluft als ganzes betrachtet werden. Einer der häufigsten Fehler besteht darin nur den U-Wert einzelner Bauteile wie z.B. der Aussenwand oder den Fenstern zu betrachten und bei anderen Bauteilen der Gebäudehülle im Gegenzug hohe Wärmeverluste in Kauf zu nehmen.

Wir erreichen dies durch sorgfältig auf ein Effizienzhaus 55 abgestimmte Bauteilkomponenten, beginnend bei einer rundum gedämmten Thermobodenplatte, einem in die beheizte Gebäudehülle integriertem Thermokeller, einer monolithischen Aussenwand mit hochwärmedämmenden Porenbeton oder Poroton-Ziegeln, Fenster mit 3-Scheiben-Verglasung mit einem Ug-Wert von nur 0,5 W/(m²K) in Verbindung mit einem wärmegedämmten Rahmenverbund (Warme Kante) sowie einer entsprechend dimensionierten Dachdämmung. Dabei achten wir insbesondere auf eine möglichst wärmebrückenfreie und luftdichte Konstruktion.

Nur in Verbindung mit einer gut gedämmten, in den einzelnen Komponenten aufeinander abgestimmten Gebäudehülle läßt sich durch den Einsatz hocheffizienter Heiztechnik das ganze Energieeinsparpotential nutzen. Den sich durch die gut gedämmte Gebäudehülle ergebenden geringen Heizbedarf decken wir durch eine vollmodulierend arbeitende Hochleistungs-Luftwärmepumpe welche sich automatisch der Heizlast anpasst. Damit die Wärmepumpe im optimalen Temperaturbereich arbeiten kann erhalten alle Wohnräume eine Flächenheizung (Fußbodenheizung). Im Kellergeschoss sorgen Niedertemperaturheizkörper für die gewünschte Raumtemperatur.
Um die Lüftungsverluste zu minimieren und gleichzeitig die erforderliche Mindestluftwechselrate sicherzustellen bauen wir in den Wohngeschossen eine passivhaus-zertifizierte zentrale Wohnnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung ein.

Und der Energieausweis gibt uns Recht:
Der Energiebedarf unser Effizienzhaus55 Häuser liegt weit unter den für diesen Standard geforderten Höchstwerten.